Heute war es soweit. Die virtuelle Festplatte meiner Entwicklermaschine war übervoll. Leider bietet der VirtualBox noch keine Möglichkeit, virtuelle Fesplatten zu vergrößern. Ein entsprechendes Ticket existiert zwar, ist jedoch auch schon 2 Jahre alt. Ob es die Funtion jemals in ein Release schaffen wird? Wir werden sehen.
Was kann ich also tun, um meinem virtuellen XP etwas mehr Platz zu verschaffen? So einfach wie mit dem VMWare Converter ist die Geschichte bei VirtualBox nicht.
Als erstes benötige ich ein ISO-Image von GParted Live. Dann lege ich in der virtuellen Maschine eine neue Festplatte gewünschter Größe an und binde diese als primären Slave in die VM ein.
Danach definiere ich das GParted-ISO als CD-Abbild zum Starten desselben.
Und nun kann es auch schon losgehen. Ich starte GParted und wähle in dem GUI die zweite Festplatte, in meinem Fall /dev/hdb aus und erstelle als erstes eine Partitionstabelle vom Typ msdos. Danach lege ich eine NTFS-Partition an, die etwas größer ist als die alte Platte. Jedoch nutze ich nicht den ganzen zur Verfügung stehenden Speicherplatz, da ich später die Partition nochmals in der Größe anpassen muss.
Als nächstes kopiere ich den Inhalt der alten Platte von /dev/hda1 auf die neue auf /dev/hdb1 mittels
dd if=/dev/hda1 of=/dev/hdb1
Das dauert ein paar Minuten. Nachdem der Rechner mit dem Kopieren fertig ist, starte ich wieder GParted und vergößere die NTFS-Partition der neuen Platte auf die volle Größe.
Danach beende ich die GParted-live und fahre die virtuelle Maschine herunter. Das CD-Abbild hänge ich aus und starte Windows. XP erkennt die neue Platte und führt auf dieser einen Festplattencheck aus, den ich auch durchlaufen lasse.
Nachdem Windows gestartet ist, muss ich die neue Partition über die Datenträgerverwaltung noch als aktiv markieren, um von dieser Partition später den Rechner starten zu können.
Nun habe ich es fast geschafft. Jetzt kann ich Windows wieder herunterfahren um danach die alte Platte aus der virtuellen Maschine zu entfernen und die neue als primären Master zu hinterlegen. Danach Windows hochgefahren und die erkannte Hardware installieren lassen. Nach einem Reboot steht mir meine VM mit mehr Speicherplatz zur Verfügung.
Uff, geschafft. Da geht das Vergrößern einer virtuellen Platte mit dem VMWare Converter deutlich einfacher. Dafür ist VirtualBox jedoch Open Source bzw. kostenlos







Ein echter Problemlöser, benutzerfreundlich aufbereitet, vielen Dank.
Keine Ursache. Schade, dass es bei VirtualBox doch noch so recht umständlich ist die Platte in der Größe zu ändern. Mal sehen, was neuere Versionen bringen.
Hallo,
danke für die super Anleitung, hat super geklappt, schön, dass es noch User gibt, die
nach viel privater bzw. persönlicher Arbeit ihr Wissen in Netz teilen.
Die HDD-Vergrößerung meines WinXP (Gastsystem) unter Ubuntu 9.04 (Wirtsystem) ließ sich
ohne Probleme vergrößern.
Nochmals vielen Danke
Gruß
D.A-S
moin,
bei mir war ein stolperstein dabei. die datenträger verwaltung wollte sich nicht öffnen lassen, er konnte den entspr. dienst nicht starten: geholfen hat – VM runterfahren – neue platte aushängen, neu booten, dann ging er auch wieder – wieder runterfahren, wieder einhängen und dann hatte er es. danke für die anlietung hier. gruß
moin!
Schade wenns nicht anders geht.
Das ist ja alles logisch – So mach ich das auf physikalischen Systemen ja auch … aber was ist der Grund dass du nicht gleich die neue Partition in der kompletten Größe erstellst?
Der Schritt erklärt sich mir nicht so ganz ….
gruß!
@steffen Das liegt an dd, welches eine 1:1 Kopie der alten Partition auf die neu macht. Damit wird, soviel ich weiß, auch die Größe der Partition mit übernommen. Hast du es ohne die zuerst kleinere Partition probiert? Funktioniert das?
Hey danke.
Hat super geklappt.
Ich wollte zuerst nur eine zweite vdi einhängen, aber das ist viel schöner gelöst.
Das ist super Arbeit. Großen Dank an Dich.
Hat Bestens geklappt.
Peace
Vielen Dank für die Beschreibung. Hat super geklappt.
Faul wie ich bin habe ich aber erst überlesen, dass du die Partition hinterher vergrößerst und habe gleich auf volle Größe partitioniert und kopiert. Das hat leider nicht ganz funktioniert, in Windows zeigte er mir dann unterschiedliche Kapazitäten für die Platte an und booten konnte ich von ihr nicht. Hab anschließend wieder gparted gestartet, die Partition um 1 MB verkleinert und nun gehts.
Danke nochmal.
Alles bestens “angerichtet”
echt Spitze Arbeit! Vielen Dank.
Endlich kann ich wieder weiterarbeiten…
Merci
Hehe. Schönes Wortspiel
Dafür hat sich die Arbeit doch gelohnt.
Hallo,
leider funktioniert das Rezept nicht, wenn der Gast ein bootfähige Linuxpartition enthält: Anscheinend identifiziert VB die Platte für die Startprozedur. Windows stört das wohl nicht, aber Linux läßt sich nicht hochfahren. Das Einhängen als “Zweitplatte” ist aber ohne weiteres möglich.
Gruß
Hans35
Das könnte daran liegen, dass moderne Linuxdistributionen wie Ubuntu die Platten anhand ihrer UUID identifizieren. Und wenn per VB eine neue Platte erstellt wird, bekommt die auch eine neue UUID. Diese muss in der /etc/fstab eingetragen werden.
Hi,
ich habe SuSE 10.2 als Gast.
SuSE 11.2 ist auf meinem Notebook so lahm, dass es praktisch unbenutzbar ist. Ich bearbeite da ein Projekt in Gambas. –
Zum Problem:
/dev/sda ist gelinkt von:
/dev/disk/by-id/scsi-SATA_VBOX_HARDDISK_VBe95440-ede6896f
Weiß der Teufel, was das für eine Nummer ist. Eine andere virtuelle
Platte hat da eine andere Nummer ab _VB. Die wird offensichtlich durch VirtualBox zugeteilt und wenn sie nicht stimmt, wird ein Klon erkannt, und es geht nicht weiter. Sowas hätte sich WINDOWS ausdenken können!
Gruß
Hans35
Hallo,
ab Vista muss man etwas anders vorgehen. Da gibt es vor der NTFS-Partition noch eine kleine 1MB große Partition. Man geht am besten wie folgt vor:
1.) dd if=/dev/hda bs=64k of=/dev/hdb #(Wenn man nur hd*1 copiert, kann anschließend nicht gebootet werden.)
2.) Partition mit GParted oder der Datenträgerverwaltung von Windows vergrößern.
3.) Von der neuen VDI booten.
done
hth