TechEd09 – Bye, bye Berlin

14 November 2009 von anrichter 1 Kommentar »

Das war sie nun die TechEd09 in Berlin. Eine Woche vollgestopft mit jeder Menge Sessions, Hand on Labs, Ausstellern und weiteren Veranstaltungen. Geschafft, aber um einiges Wissen reicher habe ich gestern mein zu Hause wieder erreicht. Doch was gab es am letzten Tag?

SQL Server 2008 R2 Installation im Workshop

SQL Server 2008 R2 Installation im Workshop

Nachdem ich mich die ganze Woche mehr oder weniger passiv mit Wissen vollpumpen lassen habe, bin ich Freitag selber tätig geworden und habe durch viel Glück am “Microosoft SQL Server 2008 R2 Bare Metal Build Workshop” teilnehmen können. Ich stand als zweiter auf der Warteliste für freie Plätze. Kurz vor 9 Uhr waren insgesamt 6 Leute da, die noch am Workshop teilnehmen wollten, aber keine Registrierung hatten. Und siehe da: Es waren noch genau 6 freie Plätze übrig. Von wegen Freitag der 13. :) Im Workshop selber konnte jeder Teilnehmer auf einem üppigen Microsoft Server 2008 R2 seine eigene Virtuelle Maschine mit Hyper-V erstellen. In dieser Maschine wurde dann selbst ein Microsoft Server 2008 R2 installiert. Da wir am Freitag nicht die ganzen 4h zur Verfügung hatten, gab es bereits vorbereitete Images, sodass wir gleich mit der Installation vom SQL Server 2008 R2 loslegen konnten. Nach der Installation ging es Schritt für Schritt mit einem Datenrestore weiter. Darauf aufbauend wurde ein Data Warehouse erzeugt, welches per SSIS mit Daten gefüllt wurden. Weiter ging es mit Reportings aus dem Data Warehouse bis hin zu Data Mining. Alles in allem sehr interessant, auch wenn die Zeit recht knapp bemessen war.

Mein Badge der TechEd09

Mein Badge der TechEd09

Nach dem Workshop war noch Zeit für eine Session. Die letzte der TechEd sollte eine der besten werden, die ich in der ganzen Woche besucht habe. In “Masterclass: Microsoft SQL Server Execution Plans, from Compilation to Caching to Reuse” führte uns Maciej Pilecki wieder fesselnd in die Tiefen des SQL Servers. Diesmal ging es um den Cache von Queries, wie dieser gefüllt wird, welche Regeln man beachten sollte und wo man die Performanceschraube ansetzen kann.

Nach der TechEd09 heißt es erst einmal das ganze aufgesaugte Wissen sacken lassen, einige Sachen ausprobieren und sondieren. Abschließend kann ich auf eine sehr erfolgreiche Woche voller Impressionen, interessanter Leute und tollen Veranstaltungen zurückblicken. Ob ich nächstes Jahr wieder dabei bin? Liebend gerne :)

TechEd09 – Das war der vorletzte Tag

12 November 2009 von anrichter Keine Kommentare »

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Leider neigt sich die TechEd viel zu schnell ihrem Ende. Was lief am heutigen Donnerstag? Nun heute waren die schwierigeren Themen dran. Drei Sessions aus dem Expert-Level und zwei aus dem Advanced-Level.

Heute Vormittag bin ich wieder in die Welt des SQL Servers abgetaucht. Als erstes besuchte ich die “Analysing Performance Trends and Peeking into the Plan Cache with Microsoft SQL Server 2008″ von Robert Beauchemin. Dort gab es sehr aufschlussreiche Informationen zum Caching im SQL Server. So macht der SQL-Server einen reinen String-Vergleich um Queries im Cache zu suchen. Das bedeutet, dass die beiden folgenden Statements, obwohl sie das gleiche Ergebnis liefern, zwei separate Einträge im Query-Cache erzeugen.

SELECT * FROM Customer;
SELECT * FROM  Customer;

Auch sollten für eine bessere Performance parametrisierte Abfragen benutzt werden. Denn die Query gelangt samt Parameter in den Cache und kann von dort wieder gelesen werden. Auch dann, wenn der Parameter mit einem anderen Wert gefüllt wird. Aber man sollte darauf achten, wo die Parameter deklariert sind. In Stored Procedures z.B. müssen sie von außen reingereicht werden, damit der richtige Cache greift. Nicht ganz easy die Geschichte, dafür aber sehr interessant und mit viel Potential zur Performanceoptimierung.

Spiel und...

Spiel und...

Nach der ersten Session lief mein Hirn auf Hochtouren. Die besten Voraussetzung für “Optimizing Microsoft SQL Server 2008 Applications Using Table Valued Parameters, XML, and MERGE”. Michael Rys zeigte eindrucksvoll die Performanceunterschiede verschiedener Methoden Daten in eine Tabelle zu bekommen. Was ich nicht für möglich gehalten hätte ist, dass der Weg über einen temporäre Tabelle einer der schnellsten ist. Hm. Wieder was gelernt :)

Nach dem Mittag ging es zu den “Best Practices for Microsoft SQL Server Integration Services” mit Donald Farmer. Obwohl Donald ein sehr guter Speaker ist, der mit viel Wissen und Witz glänzt, konnte mich diese Session nicht überzeugen. Für “Best Practices” hab ich mir mehr Praxis erwartet. Leider gab es fast nur Theorie rund um TEL und ETL. Das war nicht so ganz mein Ding.

...Spaß kommen nicht zu kurz

...Spaß kommen nicht zu kurz

In der dritten Expert-Level Session des Tages erzählte uns Marciej Pilecki in “Masterclass: A Day in the Life of a Database Transaction” sehr interessante Sachen über Transaktionen, Isolation Levels, Deadlocks und Fehlerbehandlungen in Transaktionen.

Den letzten Timeslot habe ich mit “Model Based Testing Made Easy with Spec Explorer 2010 for Visual Studio” gefüllt. Wolfgang Grieskamp führte uns erst grob in das modellbasierte Testen ein und zeigte dann, wie einem der Spec Explorer die Arbeit beim modellbasierten Testen abnimmt.

Zum Abschluß des Abends gab es beim “Community Drinks” noch leckere Hot Dogs, Gyros und Brezeln sowie ordentlich Freibier. Dazu jede Menge Spiel, Spaß und Unterhaltung. So lass ich mir das gefallen. Nach einem harten Tag den selbigen mit deftigem Essen, einem kühlen Blonden und Spaß ausklingen lassen :)

TechEd09 – Halbzeit

11 November 2009 von anrichter Keine Kommentare »

Der dritte Tag ist geschafft und ich auch :) Aber es kommen noch zwei sicherlich interessante Tage. Was gab es heute zu sehen? Zuerst begab ich mich in die parallele Welt. Nein; nicht in eine Scheinwelt, sondern in die der parallelen Verarbeitung von Prozessen. Sprich Mutltithread und Multicore. Dazu besuchte ich in der ersten Session “Give Your Application a Triple Boost with Windows 7, Microsoft.NET Framework 4.0, and Intel Multi-Core”. Rami Raid von Intel Software zeigte eindrucksvoll die Verbesserungen in der parallelen Verarbeitung in Windows 7 und dem .NET Framework 4.0. Weiterhin plauderte er etwas aus dem Nähkästchen von Intel. So wird der Prozessorlieferant ab dem nächsten Jahr keine Single Core CPUs mehr ausliefern. Was mit dem Atom-Prozessor wird, habe ich dummerweise vergessen zu fragen.

Die zweite Session spielt in der selben Liga. “F# for Parallel and Asynchronous Programming”. Donald Syme zeigte eindrucksvoll die Features der neuen Sprache im .NET Framework. F# vereint die Syntax von OCaml mit der Objektorientierung von C#. Beides bringt eine höchst parallelisierbare Sprache hervor. Das wurde uns auch eindrucksvoll mit parallel laufenden Abfragen an Bing und einer animierten OpenGL-Anwendung gezeigt. Hat man sich erst einmal an die an Python erinnernde Syntax gewöhnt, lassen sich sehr schnell parallele Prozess erstellen.

Die Schlacht ist geschlagen...

Die Schlacht ist geschlagen...

Nach dem Ausflug in die parallele Welt fand ich mit “Unit Testing Best Practices” von Roy Osherove schnell wieder zurück zu meinen Wurzeln. Schreibe einfache, gut lesbare und leicht wartbare Tests. Verwende niemals Logik in Tests und Teste stets nur eine Sache in einem Testfall. Dies und vieles mehr präsentierte uns Roy auf eine leicht verständliche Art und Wiese. Genau das richtige nach dem wirklich leckeren Mittagessen ;)

Nach Unit Testing besuchte ich “Developing with Microsoft SQL Server Spatial: Deep Dive into Spatial Indexing”. Michael Rys führte uns in die Tiefen der Spatial Indexes ein und zeigte uns, wie genau die Indizies arbeiten, wie man sie am besten erstellt und welche Auswirkungen sie auf die Ausführungszeit von Querys mit Geografischen Daten hat.

Als letzte Veranstaltung des Tages wählte ich “How Microsoft Does It: Internal Use of Team Foundation Server and Microsoft Visual Studio Team System for Software Development”. Stephanie Cuthbertson arbeitet beim Visual Studio Team Foundation Server Team und präsentierte in einem doch recht hohen Tempo einige Internas aus der Entwicklung vom TFS 2010. Viele kleine und vor allem überschaubare Teams arbeiten an Funktionen in Iterationen von bis zu 6 Wochen. Besonder gefallen haben mir die Gated Checkins. Dabei werden Code-Änderungen von Entwicklern an den TFS übertragen und mit diesen wird ein Build und ein Testrun auf einem zweiten Server angestoßen. Erst wenn beides ohne Fehler durchlaufen ist, gelangt der Code in das für andere Entwickler sichtbare Repository. Hervorragend. Besser kann man seinen Code kaum noch vor Fehlern schützen…

TechEd09 – Tag 2

10 November 2009 von anrichter Keine Kommentare »

Heute morgen ging es nach einem ausgiebigen Frühstück zu Fuss zum Messegelände. Nach einem ca. 30 minütigen Fußmarsch war der Südeingang zu sehen und die TechEd 09 hatte mich wieder. Kurz geklärt wer wo hingeht, noch einen Earl Grey heiß in den Pappbecher und ab zur ersten Session.

So früh am Morgen waren die “Microsoft Visual Studio Tips und Tricks” genau das richtige. Scott Cate präsentiert einen Auszug seiner Visual Studio Tips and Tricks. Als notorischer Mausverweigerer hat mir die Tatsche, dass das Visual Studio komplett per Tastatur bedienbar ist, schon ein leichtes Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ein simples “>” in der Suchbox versetzt diese in den Kommandomodus. Danach kann jedes über das Menü erreichbare Kommando direkt von der Suchbox aus aufgerufen werden. Wer es schneller haben möchte, konfiguriert sich seine eigenen Tastenkürzel.

Im zweiten Sessionslot wollte ich eigentlich an der Interactive Session “Introduction to Microsoft SQL Server Performance Tuning” teilnehmen. Leider war der doch recht kleine Raum bereits komplett besetzt. Ok. Schnell in den Confernce Guide geschaut und hin zur “Microsoft Visual Studio Team System 2010: A Lap around the New Project Management, Architecture, and Governance Capabilities”. Was uns Brian Harry dort erzählte war ebenfalls interessant, mir jedoch durch meinen Besuch beim Visual Studio Team System Information Day größtenteils bereits bekannt.

McLaren bei der SQL Power Hour

McLaren bei der SQL Power Hour

Die dritte Session des Tages ging in Richtung Server und Virtualisierung. Edwin Yuen un Jeff Woolsey erzählten uns in “Introduction to Hyper-V and Windows Server 2008 R2 with Microsoft System Center Virtual Machine Manager” einiges über Virtualisierung, den neuen Server 2008 R2 und das dazugehörige Management. Der neue Hyper-V bietet nicht nur kostenlose Virtualisierungstechnik mit vernünftiger Performance, sondern auch noch Live Migration für Kosten von Null Euro. Die Tatsache hat mich als VMWare- und VirtualBox-Nutzer schon beeindruckt. Die Reise geht also auch bei Microsoft Richtung Virtualisierung. Die komplette Internetpräsenz der Redmonder läuft bereits in einer virtualisierten Umgebung. SQL Server virtualisert? Auch das ist laut Microsoft kein Problem. Der SQL Server ist nach dem IIS das am zweitbesten für Virtualisierung vorbereitete Produkt von Microsoft. Das war mir auch neu.

Wo ich schon beim Server war, tat ich mir als vierte Veranstaltung des Tages die “Microsoft SQL Server 2008 R2 Demo Power Hour” an. PowerPivot bringt BI in Excel und das mit einer beeindruckenden Performance. Über eine Verbindung zum Reporting Service kann ein Report in Excel geladen, angezeigt und mit so genannten Slides nach belieben gefiltert werden. Das scheint ein ideales Tool für Chefs zu sein ;)

Das Böse bei Microsoft

Das Böse bei Microsoft

Nach dem Ausflug in die Serverwelt wollte ich als Entwickler die “Software Testing with Microsoft Visual Studio Team System 2010 Part 1″ besuchen. Leider befand sich bei meiner Ankunft am Konferenzraum eine nicht gerade kurze Schlange vor ebendiesen. 6 Mann vor mir wurden die Türen dann endgültig geschlossen. Voll besetzt, die 2. an diesem Tag. Schade. Das hat mich richtige geärgert, weil ich Software Testing fast täglich einsetze und mir Brian Keller mit Sicherheit noch einiges Neues beibringen könnte. Statt dessen bin ich in einen Nachbarraum gegangen und habe mir “What a Desktop Developer Needs to Know to Develop for Windows Embedded” mit Douglas Boling angehört. Das war fast wie eine kleine Zeitreise. Viel alt bekanntes aus den Zeiten beim OPIE-Projekt :) – Die Software macht die Performance, entwickle und teste auf dem Zielsystem und vermeide Speicherlöcher, unnötige DLLs und benutze um himmelswillen niemals COM auf Windows CE Geräten. :)

Nach über 9 Stunden TechEd kam die Welcome Reception mit lecker Essen und noch besserem Bier gerade recht. Nach dem Einnehmen der Verstärkung war auch endlich mal Zeit um sich die Ausstellung in den Hallen 3 und 4 anzusehen. Und ja. Dort ist es mir klar geworden. Microsoft kollaboriert mit dem Bösen :)

TechEd09 – Das war Tag 1

9 November 2009 von anrichter Keine Kommentare »

Ein langer Tag geht zu Ende. Der erste von insgesamt 5 Tagen Microsoft TechEd 2009 in Berlin ist vorüber. Zeitlich war heute nahezu eine Punktlandung. Pünktlich zu 9:00 war die Registrierung, die Wahl der ersten Session und das Suchen des Veranstaltungsraumes erledigt. Und dann konnte es auch schon losgehen.

In der ersten Session “Wath’s New in ADO.NET Data Services” erzählte uns Mike Flasko einiges über Services, den Zugriff auf Daten und die Anbindung an den Service. Sehr nett fand ich das Server Driven Paging genannte Feature. Wie der Name schon sagt, kümmert sich das ADO.NET Framework um ein serverseitiges Paging. Meine Anwendung bekommt immer nur x von y Datensätzen inklusive URL zum Abholen der nächsten x Datensätze. Sehr schön. :)

Von der zweiten Session “A Lap around Microsoft ASP.NET 4 and Microsoft Visual Studio 2010″ habe ich mir mehr versprochen. Jefferson King erzählte für meine Verhältnisse zu oberflächlich über das neue Visual Studio sowie dessen Features. Zu viele Verweise auf weiterführende Sessions zum Thema machten die Veranstaltung für mich etwas langweilig.

Dagegen konnte die “Developer General Session” in dem riesigen Saal 25 wieder punkten. Jason Zander präsentierte das neue Visual Studio 2010 im Zusammenspiel mit Microsoft Server 2008 R2 und HyperV. Erweiterungen von Partnern bieten Funktionalitäten, die Visual Studio nicht von Haus aus mitbringt. Ein sehr nettes Plugin zeigt z.B. nach Erhebung von Anwenderdaten, welche Prozeduren und Methoden des eigenen Quellcodes beim Anwender wie oft durchlaufen wurde. Sehr schön geeignet, um zielgerichtete Optimierung zu betreiben. Aber ach Kurioses gab es zu sehen. So ein Plugin, welches Unterstützung für COBOL bietet. Gotos im Quelltext sehen schon sehr gewöhnungsbedürftig aus. Wobei jede Sprache ihre Daseinsberechtigung hat ;)

Developer General Session

Developer General Session


Als letztes stand heute die Keynote auf dem Plan. Stephen Elop präsentierte mit Hilfe von Partnern einige Visionen. Danach gab es einen Ausblick auf den neuen Exchange Server 2010 und dessen Funktionen. Nett. Alles was mit Kommunikation zu tun hat unter einem Dach. Mail, VoiceMail und Instant Messaging. Natürlich lief die Präsentation mit einem Outlook als Clienten. Aber auch ein Mindows Mobile Phone sowie der Firefox kamen zum Zuge. Beide können problemlos auf den neuen Exchange 2010 zugreifen. Robert Wahbe zeigten anschließend einige Highlights von Windows Server 2008 R2 inklusive Hyper V. Virtualisierung wird auch bei den Redmondern mittlerweile recht groß geschrieben. Neue VMs sind mit ein paar Mausklicks erstellt. Nicht ausgelastete Server wird dem Administrator angezeigt und auf Mausklick werden VMs von einem zum anderen physischen Host ohne Ausfallzeit verschoben. Live Migration eben, wie sie VMWare in der großen Version bereits seit längerem bietet.

Alles in allem war es ein anstrengender, doch interessanter erster Tag der Microsoft TechEd Europ 2009 in Berlin. Ich freue mich auf morgen. :)

Wie geil ist DAS denn?

8 November 2009 von anrichter Keine Kommentare »

Herrlich

Gleich mal gucken, wo ich so ein, ähm wie hieß das doch gleich? Abo? herbekomme :)

via

Serverumzug komplett

6 November 2009 von anrichter Keine Kommentare »

Nach langem Überlegen und Austesten fiel letztes Wochenende der Entschluss meinen aktuellen Virtual Private Server XL 2.0 auf einen aktuellen Virtual Server XL 4.0 zu aktualisieren. HostEurope bietet bei gleichem monatlichen Betrag das 4fache an Hauptspeicher (512MB vs. 2GB), 10GB mehr Speicherplatz auf der Platte (30GB vs. 40GB) und 3,5TB mehr Inklusivtraffic (1,5TB vs. 5TB). Die Eckdaten waren für mich ausreichend, um den Aufwand eines Umzuges zu rechtfertigen.

Während ich die Konfiguration meines alten Servers komplett per Hand auf der Konsole erledigt habe, fiel diesmal die Wahl auf ein System mit Plesk. Nach vorherigem ausgiebigen Testen bin ich bis jetzt von Plesk sehr angetan. Das Managementtool nimmt einem Routineaufgaben wie das Anlegen neuer Domains, Mailkonten, Webmailer, Statistik etc. pp. ab. Bequem wird alles per Weboberfläche eingerichtet. Anfängliche Befürchtungen, dass eigene Servereinstellungen sich mit Plesk beißen würden, haben sich bis jetzt nicht bestätigt. Selbst eigene Anpassungen an der Apache-Konfiguration, z.B. für Subversion oder Ruby on Rails, lassen sich mit Plesk erstellen. Zwar muss dort auch auf die Konsole zurückgegriffen werden, aber das ist man als Serveradmin ja gewohnt ;)

Der Umzug selber war an zwei Abenden erledigt. Der neue Server bietet neben normalem Webhosting mit Mail, Datenbanken und FTP-Zugängen auch Subversion-Repsositories, Trac-Projekte und Ruby on Rails Applikationen. Welche Hürden ich dabei wie genommen habe, werde ich an dieser Stelle später einzeln beschreiben. Man darf also gespannt sein :)

Update auf Kubuntu 9.10

1 November 2009 von anrichter Keine Kommentare »

Nachdem diesen Donnerstag Ubuntu 9.10 alias Karmic Koala das Licht der Welt erblickte, sah ich mich nahezu genötigt, meine Kubuntu 9.04 Installation auf das aktuelle System zu hieven. Also Kubuntu gestartet und den Update-Manager per

update-notifier-kde -u

angestoßen. Ich hätte auch warten können, bis mir das System die Verfügbarkeit vom neuen Kubuntu mitgeteilt hätte. Nur wer möchte schon warten :)

Das Update startete ohne Probleme mit einer ordentlichen grafischen Oberfläche. Als erstes wurden Quellen von Fremdpaketen wie Google Chrome oder das KDE 4.3 PPA deaktiviert. Danach hat es sich die aktualisierte Paketliste geholt und mir ein Update von ca. 3,5 Stunden Dauer prophezeit. Und in der Tat. Der Download hat die berechnete Zeit benötigt.

Danach ging die Installation los und es sah alles soweit recht gut aus. Bis jedoch keine Aktualisierung der Oberfläche mehr wahrnehmbar war. Hm. Die laufenden Prozesse angeschaut und keine Ausreißer entdeckt. Auch die Plattenaktivität war gleich null. Dem ganzen Zustand habe ich ein paar Minuten Schonzeit gegönnt, eh ich meinen Rechner einem Neustart unterzog. Ich hätte auch Prozesse killen und das Upgrade danach erneut anstoßen können. Jedoch war ich kurz vor Mitternacht nicht mehr in der Laune dazu.

Nach dem vermeintlichen Absturz des Updates auf Kubuntu 9.10 und dem Neustart versuchte ich erneut das Upgrade mit o.g. Befehl anzustoßen. Jedoch ohne Erfolg. Klar. Das System war ja bereits zu einem gewissen Teil auf dem Stand von Karmic Koala. Also ab auf die Konsole und ein beherztes

sudo dpkg --configure -a

und das System hat seine Arbeit, dank dem absolut genialen Paketsystem von Debian, wieder aufgenommen.

Was ist nun in Kubuntu 9.10 anders als in 9.04? Als erstes natürlich das super geniale KDE 4.3. Dazu kommen ein an KDE angepasstes OpenOffice.org sowie ein endlich in KDE 4 Optik verfügbares K3B. Die anderen Nettigkeiten von Kubuntu 9.10 habe ich mir noch nicht angesehen.

Unter der Haube muss sich auch etwas getan haben, denn mein Notebook läuft ruhiger als vorher. Der Lüfter springt nicht mehr allzu oft an und die Desktopeffekte fressen auch nicht mehr allzuviel Rechenpower.

Alles in allem gefällt mir Kubuntu 9.10 bisher super. Wer noch nicht aktualisiert hat, sollte den Schritt schon allein wegen KDE 4.3 gehen. Es lohnt sich aus meiner Sicht :)

Google Pagerank – Eine Domain 3 unterschiedliche Werte

30 Oktober 2009 von anrichter Keine Kommentare »

In den verschiedensten Blogs wird über ein Update des Google PageRank geschrieben. Da der PR wohl immer noch eines der gewichtigsten Merkmale für den Erfolg einer Webseite ist, ging meine Suche sofort auf popuri.us los.

Hossa. Ein Update für anrichter.net von Pagerank 3 auf PageRank 4. Wie sieht es mit den Untersteiten aus? anrichter.net/blog/ (dieses Blog hier) wird mir bei Popuri.us auch mit einem PR 4 angezeigt. Die QSvn-Projektseite (anrichter.net/projects/qsvn/) listet Popuri.us auch mit einem PR 4. Soweit so gut.

Doch dann kommt die Gegenkontrolle mit einem anderen Dienst zur PageRank-Ermittlung. Und siehe da. Für die Startseite anrichter.net wird mir der PageRank von 4 bestätigt. Doch dann die Ernüchterung. Für den Blog (anrichter.net/blog) wird mir ein PageRank von 2 angzeigt. Hm. Ok. Allzuviel ist hier ja wirklich (noch) nicht los. Doch dann die Überraschung. Die QSvn-Projektseite (anrichter.net/projects/qsvn) hat von Google einen PageRank von 5 bekommen. Eine Domain, 3 Untersteiten, 3 verschiedene PageRanks.

Ist das ein gängiges Vorgehen bei Google? Wird jede Unterseite einzeln bewertet? Wie ist das bei euch?

Ubuntu 9.10 ist seit heute verfügbar

29 Oktober 2009 von anrichter 1 Kommentar »

Pünktlich nach Zeitplan hat Canonical heute Ubuntu 9.10 alias Karmic Koala veröffentlicht. Ext4 und Grub2 gehören ebenso zur neuen Version wie der Linux Kernel 2.6.31. Ubuntu wird mit GNOME 2.28, Kubuntu mit KDE 3.5.2 ausgeliefert.

Von der neuen Version stehen ISOs für x86 und amd64 bereit. Wer bereits ein Ubuntu auf seinem Rechner laufen hat, wird über die neue Version per Updater informiert und kann das Update onine ausführen. Meins läuft bereits, braucht aber noch ein paar Minuten zum Download.

Der Ansturm auf die neue Version scheint so groß zu sein, dass derzeit die Seiten von Ubuntu und Kubuntu nicht erreichbar sind. In der Zwischenzeit kann man sich die ersten ausführlichen Testberichte auf heise open und Golem zu gemüte führen.

Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Deutschland
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