Beiträge getagged ‘HP 6715b’

5 Watt eingespart dank neuem Kernel

15 Februar 2009

Angestachelt von den theoretischen 9,5h Laufzeit bei “N@tbooks” habe ich mich in den letzten Tagen etwas intensiver mit dem Energieverbrauch des HP 6715b auseinandergesetzt. Dank powertop lässt sich leicht herausfinden, wieviel Watt das Laptop im Augenblick frisst. Das waren bei mir mit Debian SID und dem Linux Kernel 2.6.26 immerhin zwischen 20,3 und 21,0W im normalen “Office-Betrieb”. Sprich beim Lesen von EMails, News und schreiben dergleichen.

Auf einer zweiten Partition ist noch Kubuntu 8.10 installiert. Da Canonical auf den Endanwender abzielt, dachte ich mir, schau doch mal nach, wieviel Watt Kubuntu im normalen “Office-Betrieb” schluckt. Und siehe da: Es waren fast 5 Watt weniger. Hm. Wie konnte das sein? Einziger bzw. größter Unterschied, der mir aufgefallan ist, war der im Einsatz befindliche Kernel. Bei Debian der 2.6.26 und im Kubuntu der 2.6.27.

Also frisch ans Werk und einen Kernel 2.6.27 für Debian gebaut. Zuerst die 2.6.27er Quellen von kernel.org besorgt und ausgepackt. Da ich kein großartiger Kernel-Kenner oder gar -Hacker bin, hab ich mir die Kernel-Config von Kubuntu als Vorlage für meinen eigenen Kernel genommen und per make oldconfig für den neuen Kernel übernommen.

cp /mnt/kubuntu/boot/config-2.6.27-11-generic ~/src/kernel/2.6.27.13/.config
cd ~/src/kernel/2.6.27.13
make oldconfig

Dank Kapitel 4 vom Debian Linux Kernel Handbook ist das erstellen eines eigenen Kernel-Images ein Kinderspiel

fakeroot make-kpkg --initrd --revision=ar.1.0 kernel_image kernel_source

Nach einer etwas längeren Kaffee-Pause liegen die Pakete linux-image-2.6.27.13_ar.1.0_amd64.deb und linux-source-2.6.27.13_ar.1.0_all.deb auf meiner Platte und warten darauf installiert zu werden.

Neustart und den Linux Kernel 2.6.27 geladen, powertop angeschmissen und? Tataaaa!!! Der Verbrauch im “Office-Betrieb” ist auf 16,3 bis 15,6 Watt geschrumpft. Das macht bei 55Wh, die der Standard-Akku besitzt eine 0,7h längere Laufzeit (2,7h gegenüber 3,5h).

Super. Und wodurch das ganze? Mit Kernel 2.6.27 hielt endlich eine funktionierende Tickless Timer Implementierung für AMD Prozessoren Einzug. Was Tickless Timer sind, wird recht gut auf cyberpolis erklärt.

Das nenn ich mal Green-IT in Reinkultur ;) Ich bin auch auf den Kernel 2.6.29 gespannt. Denn dort soll es laut Heise viele Verbesserungen für Notebooks geben.

Fingerprintsensor am HP 6715b mit Debian

3 Januar 2009

Nun habe ich das HP 6715b schon eine ganze Weile und es noch nicht geschafft den Fingerprintsensor einzurichten. Dafür sind ja bekanntermaßen die langen Winterabende gedacht. Und siehe da: Nu tut er :)

Die Installation und Konfiguration war dank SlyBlog recht einfach und schnell erledigt. Als erstes werden mit

aptitude install libpam-fprint

in Debian Sid alle benötigten Pakete installiert.

Jeder Benutzer, der sich mit seinem Fingerabdruck authentifizieren möchte, muss der Gruppe scanner angehören.

addgroup benutzer scanner

Als nächstes sollten die Fingerabdrücke eingescannt werden. Dazu loggt sich jeder Benutzer mit seinem Namen und Passwort ein und legt mit dem Befehl

pam_fprint_enroll

einen Scan seines rechten Zeigefingers an.

Nun kann das System so eingestellt werden, dass nicht nur Passwörter, sondern auch Finger-Scans als Login-Methode genutzt werden können.

Dazu ist in der Datei /etc/pam.d/common-auth folgende Zeile vor die bereits bestehende einzutragen:

auth    sufficient    pam_fprint.so

Die Datei gespeichert und ab sofort können sich die Benutzer optional mit ihrem Finger am System anmelden.

Über eine Schwierigkeit bin ich gestoßen. Ich habe als erstes die Änderungen in der /etc/pam.d/common-auth vorgenommen und mich anschließend am System als Benutzer angemeldet. Dabei greift pam_fprint bereits und legt in meinem Heimverzeichnis die Verzeichnisstruktur unterhalb von .fprint an. Dort werden die Scans zum authentifizieren gespeichert. Leider besitzt nur Root Schreib- und Lese-Rechte auf dem Verzeichnis, sodass ich als normaler Benutzer nicht mittels pam_fprint_enroll meinen Scan in das Verzeichnis speichern kann. Abhilfe schafft hier nur ein von Root abgesetztes

chown -R benutzer:benutzergruppe /home/benutzer/.fprint

Wer etwas mehr Komfort haben möchte, kann sich mit

aptitude install fprint-demo

ein grafisches Frontend für das Scannen der Fingerabdrücke installieren. Neben dem rechten Zeigefinger können hier für alle zehn Finger die passenden Abdrücke angelegt und validiert werden.

Grafisches Frontend zur Eingabe der Fingerprints

Grafisches Frontend zur Eingabe der Fingerprints

Was mir jetzt noch fehlt ist die Möglichkeit, dass mein System beim Login anhand des Fingerabdruckes den Benutzer erkennt. Das würde die Eingabe vom Benutzernamen sparen.

HP 3D driveguard mit Linux auf dem HP 6715b

14 November 2008

Wie ich soeben auf heise gelesen habe, wird der kommende Linux Kernel 2.6.28 einen Treiber enthalten, der die Beschleunigungssensoren von vielen HP Notebooks auslesen kann. Auch den des HP 6715b. Damit sollte die Frage von noname1112 beantwortet sein.

Mit diesem Treiber ist der Grundstein gelegt, um auch unter Linux eine Software a la HP 3D driveguard bauen zu können. Diese fährt den Schreib-/Lesekopf der Festplatte in eine Parkposition sobald sich das Laptop im freien Fall befindet. Damit soll eine Beschädigung der Festplattenoberfläche verhindert werden, wenn bei einem harten Aufschlag der Schreib-/Lesekopf auf die Oberfläche der Platten schlägt. Gute Aussichten zum Jahresende bzw. Anfang 2009. Dann soll der neue Kernel erscheinen.

Linux Kernel 2.6.24 und die BCM94311MCG

7 März 2008

Wie ich in meinem Artikel Debian auf dem HP 6715b beschrieben habe, gibt es mit der integrierten Broadcom WLAN-Karte BCM94311MCG einige Probleme. Bei dem Linux Kernel 2.6.22 musste ich noch den ndiswrapper einsetzen. Die Kernel-Entwickler und die Leute von linuxwireless.org haben in den letzten Wochen jedoch einige Änderungen am WLAN-Stack und den Treibern vorgenommen.

Seit einigen Tagen ist in Debian sid der Linux Kernel 2.6.24 als Standard-Kernel angekommen. Der bringt mit dem b43 einen neuen Broadcom-Treiber mit. Der alte Treiber bcm43xx basiert auf dem alten WLAN-Stack SoftMAC. Der neue nutzt den neuen Stack mac80211. Das bringt zwar einige Vorteile, jedoch hat Linux Kernel 2.6.24 noch Probleme mit den Broadcom-Karten der Revision 2. Da hilft nur eins: Ouzo ;) – Neee – Selber compilieren.

Der bcm4311 Treiber für die Karten der Revision 2 benötigt einen Patch, den die Entwickler von linuxwireless.org zum Download anbieten. Die besten Voraussetzungen also, um einen eigenen 2.6.24-Kernel mit laufendem bcm4311 für Karten der Revision 2 zu bauen.

Als erstes brauche ich wieder etwas Software. Vor allem die Kernel-Quellen samt Debian-Patches, Build-Umgebung und den bcm4311-Patch.

apt-get install linux-source-2.6.24 kernel-package build-essential
wget http://linuxwireless.org/download/b43/patch_2.6.24_for_4311_2

Danach bereite ich die Quellen zum Compilieren vor.

cd /usr/src
tar xvjf linux-source-2.6.24.tar.bz
rmdir linux
ln -s linux-source-2.6.24 linux
cd linux
patch -p1 < patch_2.6.24_for_4311_2

Fehlt nur noch die Konfiguration vom originalen Debian-Kernel 2.6.24 zu kopieren und auf meine Quellen anzuwenden.

cp /boot/config-2.6.24-1-amd64 .config
make clean
make oldconfig
make-kpkg clean

Das Compilieren und verpacken in Debian-Pakete ist nun dank make-kpkg recht komfortabel.

make-kpkg --initrd --append-to-version=-1-amd64-ar \
--revision=1 kernel_image kernel_headers

Und schwups – ok – einige Zeit später warten mit linux-image-2.6.24-ar_1_amd64.deb und linux-headers-2.6.24-1-amd64-ar_1_amd64.deb zwei neue Pakete unter /usr/src auf ihre Installation.

cd /usr/src
dpkg -i linux-image-2.6.24-1-amd64-ar_1_amd64.deb
dpkg -i linux-headers-2.6.24-1-amd64-ar_1_amd64.deb

Den so installierten Kernel kann ich nun starten und komme in den Genuss eines reinen Linux-Treibers für die Broadcom BCM94311MCG Revision 2.

Debian auf dem HP 6715b

27 Januar 2008

Nachdem ich Anfangs Kubuntu auf meinem HP 6715b installiert habe, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich als eingefleischter Debian-Fan wieder auf das Community-Linux umschwenken würde. Kubuntu kam als Übergangslösung auf das Laptop, da Debian zum Zeitpunkt der Installation noch mit einem ATI-Treiber ausgeliefert wurde, der die Grafikkarte nur in 1280×1024 betrieb.
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Kubuntu auf dem HP 6715b

10 Januar 2008

Seit einigen Tagen bin ich nun stolzer Besitzer eines HP 6715b Notebooks. Geliefert wurde es mit vorinstalliertem FreeDOS. Also kein Geld für unnützte Software-Lizenzen ausgegeben :)
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