Beiträge getagged ‘OpenStreetMap’

Barrierefreiheit aus der OpenStreetMap

21 September 2009

Das OpenStreetMap neben dem eigentlichen Kartenmaterial auch noch jede Menge zusätzlicher Daten wie etwa den Standort eines Briefkastens, Postschalters oder einer Telefonzelle bietet, dürfte mittlerweile hinreichend bekannt sein. Nun wartet das Projekt dank einer Magisterarbeit an der Uni Bonn mit einem Routenplaner speziell für Rollstuhlfahrer auf. Das nenne ich mal eine gute Anwendung vorhandener Daten.

Das Rollstuhl-Routing getaufte Projekt nutzt die Geodaten der OpenStreetMap und setzt für das Routing auf den OpenRouteService. Die vom Dienst berechneten Routen eignen sich dank barrierefreier Wege besonders für Rollstuhlfahrer. Derzeit ist die Bonner Innenstadt als Testgebiet auserkoren. Aber ganz im Sinne der OpenStreetMap kann natürlich jeder mitmachen, wer möchte.

Fahrradwege in der OpenStreetMap

18 Februar 2009

Das die Daten im OpenStreetMap-Server nicht nur der Kartendarstellung a la Google Maps dienen, dürfte bereits bekannt sein. Nicht umsonst können nahezu jede x-beliebigen Meta-Daten wie Postkästen, Parkplätze, Kirchen, verschiedene Wege etc. pp. eingegeben werden. Ich habe letztes Jahr damit begonnen erste eigene Daten in den OpenStreetMap-Server einzupflegen. Darunter auch einige kleinere Rad-Touren. Kann man Straßen, Wege und Grünflächen in der offiziellen OpenStreetMap-Karte sehr gut erkennen, sieht es mit den Radwegen eher schlecht aus.

Wie ich eben durch einen Artikel vom Bodenseepeter erfahren habe, gibt es bereits seit einiger Zeit das OpenCycleMap-Projekt. Das bereitet die OpenStreetMap-Daten für Fahrradfahrer auf und erstellt somit eine wunderbare Radwander-Karte.

Hier im Vergleich einmal Magdeburg in der OpenStreetMap und einmal in der OpenCycleMap.

Magdeburg in der OpenStreetMap

Magdeburg in der OpenStreetMap

Magdeburg in der OpenCycleMap

Magdeburg in der OpenCycleMap

Weiterhin schreibt Bodenseepeter:

Von den 85.000 freiwilligen OSM-lern werden momentan alle Radwege der Welt (!!!) in der OSM angelegt und sind nun in der Opencyclemap sichtbar. Das Datenvolumen der OSM verdoppelt sich momentan alle 5 Monate, die Qualität der OSM wächst also exponentiell. Und mit ihr die Opencyclemap.

Wahnsinn. Man kann mit Fug und Recht behaupten, OpenStreetMap ist mächtig in Fahrt und das Wikipedia-Konzept hat sich einmal mehr bewiesen.

Wird Zeit, dass der Frost der Sonne weicht und ich mein Fahrrad sowie den GPS-Logger wieder zum Einsatz bringen kann. Jaja, ich weiß, man kann auch im Winter radeln. Aber nicht alles, was möglich ist, muss ich auch machen. Zumindest nicht in diesem Winter ;)

Entwicklung von OpenStreetmap in 2008

16 Januar 2009

Nachdem ich bereits im September über die Entwicklung beim OpenStreetMap-Projekt berichtet habe, gibt es nun einen wunderschön animierten Film über die Entwicklung im Jahr 2008 weltweit.


OSM 2008: A Year of Edits from ItoWorld on Vimeo.

Jedes Aufblitzen im Video stellt einen gespeicherten Datensatz in der Datenbank vom OpenStreetMap-Projekt dar.

Stendal explodiert

7 September 2008

Als ich im Juni diesen Jahres meine ersten Schritte mit OpenStreetMap beschrieb, war die Region Stendal ein noch fast weißer Fleck auf der OSM-Karte. Heute, gut zweieinhalb Monate später, ist Stendal geradezu explodiert. Die Entwicklung seit Juli 2007 zeigt folgendes Bild:

Die OSM-Entwicklung in Stendal seit Juli 2007

Die OSM-Entwicklung in Stendal seit Juli 2007

10 gute Gründe für OpenStreetMap

25 August 2008

OpenStreetMap nahm in den letzten Wochen und Monaten enorm an Fahrt auf. Immer mehr freiwillige Helfer stellen Geodaten in die freie Datenbank. Dass OSM bereits den Branchen-Primus Google-Maps das Wasser reichen bzw. überbieten kann, hat BodenseePeter veranschaulicht. Er zeigt 10 Kartenausschnitte in denen OpenStreetMap wesentlich bessere Kartendaten hat als Google Maps. Als Helferlein kommt eine Webanwendung von Frank Sauter zum Einsatz, die identische Kartenausschnitte von GoogleMaps und OpenStreetMap gleichzeitig darstellt. Ein Schieberegler steuert per Alpha-Blending das Überlappen der beiden Karten.

Trotz der teilweise überragenden Qualität von OpenStreetMap gibt es noch weiße Flecken auf der Karte. Die müssen noch von Freiwilligen mit den entsprechenden Daten gefüttert werden.

OpenStreetMap-Straßen sind online.

20 Juni 2008

Wie ich vor fast einer Woche berichtete, habe ich meine ersten Straßenzüge in das OpenStreetMap-Projekt eingepflegt. Gegen Mitte der Woche waren die Straßen im Osmarender und einen Tag später im Mapnik-Render sichtbar.

In der Zwischenzeit habe ich natürlich weitere Straßenzüge per Merkaartor eingepflegt. Die ganze Geschichte fängt an richtig Spaß zu machen. Auch das Handling des Editors geht mittlerweile etwas flotter vonstatten.

Was mir jetzt noch fehlt, ist die Möglichkeit zu sehen, welche Straßen einer Karte man selber eingepflegt hat. Gibt es so eine Option vielleicht irgendwo versteckt im OpenStreetMap-Projekt?

Meine ersten Schritte mit OpenStreetMap

15 Juni 2008

Vor einigen Monaten las ich das erste mal etwas über das OpenStreetMap-Projekt. Sofort war ich von der Idee einer freien Geo-Datenbank fasziniert. Heute war es nun so weit. Ich habe meine ersten Straßenzüge in die OSM-Datenbank eingegeben. Das war einfacher, als ich gedacht hatte.

Als erstes habe ich gestern probeweise eine Fahrt nach Stendal mit meinem GPS-Logger aufgezeichnet. Die Daten habe ich dann heute mit MTKBabel auf meinen Rechner übertragen und mit Merkaartor geöffnet. Der OpenStreetMap-Editor hat mir das GPS-Log ersteinmal “nackig” angezeigt. Merkaartor kann dann auf Wunsch passend zum aktuellen Kartenausschnitt Daten vom OpenStreetMap-Server herunterladen und rendern. Gesagt, getan und schon sah die Karte etwas vollständiger aus.

Doch was war das? Ich bin doch nicht über den Acker gefahren. Ahja. Eine Umleitung über Straßen, die noch nicht in OpenStreetMap erfasst waren. Die Gelegenheit meine ersten Schritte mit dem OpenStreetMap-Projekt zu gehen. Als erstes übertrage ich den GPS-Track mittels der Uploadseite an den OpenStreetMap-Server. Die Rohdaten dienen dem Projekt als Nachweis, dass das Gebiet auch wirklich selber erfasst wurde und nicht illegalerweise von anderem Kartenmaterial kopiert ist.

Als nächstes musste ich die neuen Straßen in Merkaartor zeichnen. Über den Menüpunkt Erzeugen -> Straße bin ich in den Editor-Modus gelangt und konnte somit Teile vom GPS-Track als neue Straße zeichnen. Dabei habe ich nicht jeden einzelnen GPS-Punkt als Wegepunkt übernommen. Das macht auf geraden Strecken von vielleicht mehreren Kilometern nicht wirklich viel Sinn. Zur Not können einer bereits bestehenden Straße später weitere Wegpunkte hinzugefügt werden.

Als letztes habe ich die Straße per Tags noch als solche markiert, alles nochmal auf Korrektheit kontrolliert und die so frisch erstellten Daten per Merkaartor an den OpenStreetMap-Server übertragen. Bis die neuen Wege in der öffentlichen Karte zu sehen sind, vergehen laut FAQ-Eintrag noch einige Tage.

Alles in allem habe ich mit recht wenig Aufwand die ersten eigenen Straßen in OpenStreetMap erstellt. Nun kann ich loslegen und meine Fahrrad-Touren ebenfalls dem Projekt zur Verfügung zu stellen. :)

Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Deutschland
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