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Dynamisch wachsende, virtuelle Festplatten verkleinern

21 Dezember 2009

In virtualisierten Umgebungen, bei denen es nicht unbedingt auf das letzte Fünkchen Performance ankommt, setze ich am liebsten dynamisch wachsende Festplatten ein. Das sind Festplatten, die je nach Speicherplatzbedarf der virtuellen Maschine bis zu einem maximalen Wert anwachsen können. So ist es möglich mehr virtuellen Festplattenplatz bereitzustellen, als physischer vorhanden ist. Eng wird es, wenn der physische Platz nicht mehr ausreicht. Dann kann das Verkleinern der virtuellen Festplatten eine mögliche Lösung sein.

Die meisten Dateisysteme haben die Angewohnheit, gelöschte Dateien nicht wirklich von der Festplatte zu putzen, sondern lediglich den Bereich, den die gelöschte Datei inne hatte, als wieder frei verfügbar zu markieren. Was bei physischen Festplatten meist keine Probleme bereitet, hat bei virtualisierten, dynamisch wachsenden zur Folge, dass die physische Datei, welche die virtuelle Festplatte enthält immer weiter wächst. Sie wächst soweit, bis die maximale Größe erreicht ist. Das heißt, eine virtuelle Festplatte der Größe 50GB kann physisch auch bis zu 50GB Plattenplatz einnehmen. Und das, obwohl in der virtualisierten Platte vielleicht nur 2 oder 3 GB belegt sind.

Aus Gründen der Performance sollte man die Größe virtueller Festplatten nicht verkleinern. Denn das spätere Vergrößern bei Bedarf im laufenden Betrieb kostet Zeit. Wer jedoch auf den Plattenplatz achten muss, kann die virtuelle Platte recht einfach verkleinern.

Als erstes muss der freie Platz in der virtuellen Maschine bereinigt werden. Bereinigt heißt in unserem Fall mit 0 beschreiben. Für Windows gibt es sdelete. Der Aufruf von

sdelete -z C:

leert den freien Speicherplatz der Festplatte. Für Linux übernimmt die Aufgabe zerofree. Damit zerofree arbeiten kann, darf die zu verkleinernde Partition nicht mit Schreibrechten gemountet sein. Also entweder komplett per umount aushängen oder falls das nicht möglich ist, im Nur-Lesen-Modus neu einhängen.

sudo aptitude install zerofree
zerofree /dev/sdb1

Nachdem der freie Platz mit Nullen überschrieben wurde, kann die virtuelle Festplatte verkleinert werden. Virtualisierer Nummer 1 VirtualBox bietet per VBoxManage die Möglichkeit eine Platte zu komprimieren.

VBoxManage modifyhd MeineVirtuellePlatte.vdi --compact

Auch VMWare bietet so eine Möglichkeit

vmware-vdiskmanager -k MeineVirutellePlatte.vmdk

Nach einiger Wartezeit sollte sich die Größe der virtuellen Festplattendatei verringert haben.

VirtualBox 3.1 macht für mich VMWare Workstation überflüssig

30 November 2009

Seit heute gibt es Version 3.1 von VirtualBox aus dem Hause Sun. Die frei verfügbare Virtualisierung ist schon länger meine erste Wahl für virtuelle Maschinen. Doch ein Killer-Feature hat mir bisher immer noch gefehlt. Eine annähernd geniale Verwaltung der Snapshots wie in VMWare Workstation. Dort können seit einigen Versionen sämtliche Snapshots wiederhergestellt und die Arbeit an dieser Stelle fortgesetzt werden. Das gab es so in VirtualBox bis Version 3.1 nicht. Dort konnte immer nur der letzte Snapshot wieder hergestellt werden. Doch nun ist VirtualBox 3.1 da und bringt genau diese Funtionalität mit. Und das ganze funktioniert auch, wie es soll. Perfekt. Nun kann ich meine Gedanken über einen eventuellen Kauf der VMWare Workstation Bord schmeißen.

verzweigte Snapshots in VirtualBox 3.1

verzweigte Snapshots in VirtualBox 3.1

Und wozu braucht man diese verzeigten Snapshots eigentlich? Nun ganz einfach. Im Bild sind die Snapshots meiner Windows7-VM zu sehen. Da ich nur eine Lizenz besitze, darf ich Windows7 auch nur einmal installieren und registrieren. Doch was hindert mich daran verschiedene Zustände dieser VM zu sichern und jederzeit wieder herzustellen? Genau. Mit VirtualBox 3.1 nichts mehr :) Und genau das mache ich mir auch zu Nutze, indem ich einen Zweig für eine Entwicklungsmaschine und einen weiteren für eine Officemaschine nutze. Ein dritter Zweig wird eine saubere Installation von Windows7 sein, auf der ich verschiedene Programme testen kann, ohne Gefahr zu laufen, eine meiner anderen Zweige (Entwicklung und Office) zu zerschießen. Immer schön getrennt voneinander :)

Achja: VirtualBox 3.1 bietet natürlich nicht nur die verbesserte Snapshotverwaltung. So laufen auch 64bit Gäste wesentlich schneller, was ich mit einem Start meiner Windows Server 2008 R2 VM bestätigen kann. Ein weiteres Killerfeature dürfte das Veschieben von VMs zur Laufzeit von einem auf einen anderen Host sein. Das konnte ich mangels Hardware noch nicht testen, ist aber in der Virtualisierung ein sehr gern gesehenes Feature.

Mich begeistert VirtualBox seit Version 2.x immer weider aufs neue. Zum einen gibt es eine, wenn auch in der Funktionalität etwas abgespeckte, Open Source Version von VirtualBox und zum anderen für den privaten Gebrauch eine voll ausgestattete private Version. Ich sehe im Moment keinen Grund (mehr) auf eine andere Desktopvirtualisierung umzusteigen. Übersehe ich etwas? Gibt es Funktionen die ich bisher nichte kannte, auf dem Desktop aber unerlässlich sind? Wenn ja klärt mich bitte auf :)

VMWare Workstation in Version 7

27 Oktober 2009

Es scheint, als wäre die halbe IT-Welt im 7-Fieber. Nun bringt auch Virtualisierungsspezialist VMWare die gleichnamige Workstation Virtualisierung in Version 7 heraus. Mit, wie sollte es anders sein, Windows 7 Unterstützung. Wer die neue Version einsetzt, erhält nun dank Aero in der Taskleiste eine Live-Vorschau der Aktivitäten innerhalb der Gastsysteme.

Auch die virtuellen Systeme selber bekommen bessere 3D-Unterstützung. DirectX 9.0c und OpenGL 2.1 sollen komplett unterstützt werden. Außerdem können pro Gast bis zu 4 virtuelle CPUs und bis zu 32GB RAM zugewiesen werden.

Laut Ankündigung wird die Einzelplatzversion 199 und das Upgrade 99 US Dollar kosten.

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